Geschrieben von: Frank Bandle
Montag, den 13. Februar 2012 um 09:45 Uhr


Damen
AV Dachau III - TSV Neufahrn (17:6) 32:14 Fast wie beim Skatspiel "Ohne 4, spiel ... tja was soll man da spielen ? Mit Julia Koussis, Nadine Peters, Daniela Hörmann, Charly Pötzl fehlten schon mal 4 Spielerinnen verletzungsbedingt oder grippekrank. So fuhren wir mit zwei Torhütern und nur sechs halbwegs gesunden Feldspielern zum Tabellenzweiten nach Dachau.
Die Marschroute war, die zu erwartende Niederlage einigermaßen in Grenzen zu halten. Hoch war die Niederlage trotzdem, aber es gab, nichts desto Trotz, viel Licht im Spiel der Neufahrner Damen. In dieser Konstellation wurde noch nie zusammengespielt. So wurde das Spiel zum Experimentieren ausgiebig genutzt. Da ging, auch mal das Ein oder Andere schief und die Dachauerinnen kamen mit schnellen Kontern zu recht einfachen Toren.
Dennoch wurden vorne einige schön herausgespielte Tore durch Spielzüge erzielt. Dass es nicht doch noch ein paar Tore mehr wurden, lag an der letzten Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Ganz besonders ins Zeug legten sich im Angriff Kathleen Hauck mit 10 Treffern (davon vier 7m) und Tina Preischl der heute 2 Treffer gelangen. Julia Stern steuerte 1 Treffer bei, konnte sich aber immer wieder in der 1 gegen 1 Situation durchsetzen und bekam hierbei 6 Siebenmeter zugesprochen, das war stark. Julia Gnadler trug sich ebenfalls auf der Torliste ein, als sie sich am Kreis lehrbuchhaft von ihrere Gegenspielerin absetzen konnte und sauber verwandelte.
Johanna Martin und Susi Jung hatten viel Pech im Abschluss, hier standen immer wieder Pfosten, Latte oder die vielen Abwehrhände im Weg. Beide sorgten jedoch durch gute Pässe immer wieder für Überraschungsmomente in der Dachauer Deckung. Völlig ungewohnt spielte Susi Jung zeitweise am Kreis, das war gar nicht schlecht. Schöne Lücken wurden freigesperrt, die jedoch leider nicht immer gesehen und genutzt wurden.
Im Tor wechselten die angeschlagenen Torhüterinnen Dorit Düvel und Sarah König ab. Sarah spielte dazu auch zeitweise im Feld und sorgte so für ein paar Erholungspausen für die Feldspielerinnen. Durch dieses ständige rotieren kamen heute alle, mehr oder weniger, auf allen Positionen zum Einsatz. Und das sah alles gar nicht mal so schlecht aus. Immerhin entsprangen daraus 14 Tore, mehr als erwartet, und die Erkenntnis dass es für alle Positionen gute Alternativen gibt. Unterm Strich: Spiel verloren aber aus dem Experiment viel Motivation für die Zukunft mitgenommen. Und das war das wichtigste.
Wehmutstropfen kurz vor Ende des Spiels. Tina Preischl zog sich bei einer Abwehraktion einen Bruch des kleinen Fingers zu und fällt jetzt auch auf unbestimmte Zeit aus. Gute Besserung und hoffentlich keine OP.
Es spielten (mehr oder weniger fit): Dorit Düvel (Tor), Sarah König ( Tor und Feld ), Kathleen Hauck (10/4), Tina Preischl (2), Julia Stern (1), Julia Gnadler (1), Johanna Martin und Susi Jung
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